Am Ortsausgang an der Straße nach Aach steht die St. Martinskapelle. Sie wird erstmals um 1690 urkundlich erwähnt, geht vermutlich jedoch bereits auf das 15. Jahrhundert zurück. In dieser Zeit verbreitete sich die Verehrung des heiligen Martin von Tours auch im Hegau und in der Baar.
Die erste Erwähnung findet sich in einer Beschreibung des Gemeinde-Wegenetzes, das um 1690 unter Vogt und Stabhalter Jakob Merckh angelegt wurde. Darin wird die Kapelle als wichtiger Orientierungspunkt an einer Weggabelung genannt. Die Wege nach Aach, Bittelbrunn und ins Allmendfeld führen noch heute an ihr vorbei.
Der schlichte Rechteckbau besitzt an den Längsseiten jeweils halbrunde Fenster. Auf der Westseite befindet sich ein Dachreiter mit Glocke. Die Kapelle wurde 1878, 1937, 1975/76 und zuletzt 2008/09 renoviert. Die Eingangstür und vermutlich auch das darüber angebrachte Kruzifix stammen aus der Renovierung von 1878.
Die Ausstattung
Der Innenraum ist schlicht gestaltet. Mittelpunkt ist der barocke Altar mit einer Darstellung des heiligen Martin, der seinen Mantel mit einem Bettler teilt. Auf älteren Abbildungen ist an dieser Stelle noch das Motiv „Christus am Kreuz“ zu sehen. Vermutlich wurde das Altarblatt bei der Renovierung 1975 ausgetauscht.
Über dem Altar befindet sich in einem Medaillon die Mutter Gottes mit dem Jesuskind. Besonders sehenswert sind außerdem eine Statue des heiligen Martin aus dem 18. Jahrhundert, die volkstümliche Bemalung der Deckentäfelung sowie ein weiteres Kruzifix an der linken Längsseite.
Die Martinskapelle ist damit nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein wertvolles Zeugnis der örtlichen Geschichte und der jahrhundertealten Martinsverehrung.
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Ein herzliches Dankeschön
Die Zusammenstellung der historischen Informationen sowie die Bilder sind mit viel Zeit, Engagement und Mühe von Herrn Helmut Fluck und Herrn Edwin Häufle erarbeitet und zusammengestellt worden. Für diese wertvolle Arbeit und den großen Einsatz zur Bewahrung und Vermittlung unserer Ortsgeschichte bedanken wir uns ganz herzlich.