Friedhofs-Kirchenareal von Ehingen steht die 1964/65 errichtete Einsegnungshalle. Ihre geschwungene Zeltform entspricht einem Baustil, der in jener Zeit insbesondere beim Bau neuer Kirchen aufgegriffen wurde. Vergleichbare architektonische Lösungen finden sich beispielsweise in Welschingen und Volkertshausen. Überregional bekannt sind die Multihalle in Mannheim zur Bundesgartenschau sowie das in den frühen 1970er-Jahren entstandene Zeltdach des Olympiastadions in München.
Nach ihrer Fertigstellung wirkte die Ehinger Einsegnungshalle zunächst kahl. Ursprünglich war der Bau nicht für eine künstlerische Ausstattung konzipiert worden. Insbesondere fehlte ein sichtbarer Bezug zur christlichen Auferstehungshoffnung, die für einen solchen Ort von zentraler Bedeutung ist.
Ein nicht namentlich genannter Spender stellte schließlich finanzielle Mittel für eine künstlerische Gestaltung zur Verfügung. Mit dieser Aufgabe wurde die aus Königsberg stammende Künstlerin Ursula Koschinski beauftragt. Sie lebte zu dieser Zeit in Randegg und hatte bereits die Friedhofskapellen in Randegg und Bietingen mit künstlerisch gestalteten Bleiglasfenstern ausgestattet.
Auch für die Einsegnungshalle in Ehingen entwickelte Ursula Koschinski eine besondere künstlerische Gestaltung. Im Mittelpunkt steht ein etwa 180 cm großes Mosaikkreuz, das aus dunklen und hellen Elementen gestaltet ist.
Das Mosaikkreuz – Zeichen der Auferstehung
Das Hängekreuz nimmt in seiner Gestaltung Bezug auf das Himmlische Jerusalem mit seinen zwölf Toren. Damit wird die christliche Hoffnung auf das ewige Leben und die Überwindung des Todes zum zentralen Thema des Kunstwerks.
Der vertikale Balken des Kreuzes weist nach oben und symbolisiert die Überwindung des Todes. Der Blick richtet sich auf die heilige Stadt Jerusalem und damit auf die himmlische Wirklichkeit.
Der horizontale Balken hingegen verweist auf die Beziehung zwischen Gott und den Menschen auf der Erde. So verbindet das Kreuz Himmel und Erde, Tod und Auferstehung, göttliche Hoffnung und menschliches Leben.
Durch das Mosaikkreuz erhielt die ursprünglich schlicht gehaltene Einsegnungshalle einen künstlerischen und zugleich christlich-symbolischen Mittelpunkt. Das Werk von Ursula Koschinski verleiht dem Raum damit eine besondere Bedeutung als Ort des Abschieds, der Erinnerung und der Hoffnung auf Auferstehung.
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Flyer zur Friedhofskapelle in Ehingen
Ein herzliches Dankeschön
Die Zusammenstellung der historischen Informationen sowie die Bilder sind mit viel Zeit, Engagement und Mühe von Herrn Helmut Fluck und Herrn Edwin Häufle erarbeitet und zusammengestellt worden. Für diese wertvolle Arbeit und den großen Einsatz zur Bewahrung und Vermittlung unserer Ortsgeschichte bedanken wir uns ganz herzlich.